Teisho


Eigentlich ist es für die Priester und Ordensleute ganz einfach mit dem Thema Missbrauch in der Kirche umzugehen. Ohne irgendwelche Diskussionen,Vorträgen oder Workshops.
Sie müssten sich nur in das Begeben, wofür sie sich eigentlich bei ihrem Eintritt ins Priesteramt entschieden haben: In die Spiritualität.
Sie müssten einfach nur 2 Wochen lang meditieren oder stille Gebete führen, um zu erkennen, dass das „Gegenüber“ und das „Ich“ eine Einheit bilden. Dann würden sie andere Menschen aufgrund ihrer Erfahrung nicht mehr verletzen , weder körperlich, noch seelisch.
Also liebe Würdenträger der Kirche, setzt euch hin und meditiert, dann werdet ihr erkennen, was zu tun ist und ihr würdet an Glaubwürdigkeit gewinnen, weil ihr um Entschuldigung bitten könntet.

 Gassho!

Carsten Koßwig 22.02.19

Meine ZEN-Lehre

ZEN kann jeder üben.

Es ist das "Nach Hause kommen", dem Wiederentdecken der eigenen Wesensnatur! Deshalb kann jede Person. die sich mit seiner Wesensnatur, seinem Selbst, auseinandersetzt, auch seine Konfession, seinen Glauben behalten. Denn ZEN hat kein Dogma, keine heilige Schrift oder keine Lehre im herkömmlichen Sinn. Der "Lehrer" ist dabei nur ein Begleiter auf dem Weg zur eigenen Wesensnatur (Selbst). So wie ein Bergführer, der den Bergsteiger begleitet,  die Richtung vorgibt und ihn versucht auf den Gipfel zu führen. Allerdings mit einemUnterschied: Er wird nicht "ins Seil genommen".Er darf deshalb den Weg frei und unabhängig wählen.

Für mich ist es deshalb wichtig zu betonen, dass ich nicht danach strebe, Menschen zu einem Mönchsleben zu bewegen. Ich bin der Meinung, dass ein solches Leben eine sehr einschränkende Lebensweise ist, die dem Wesen des ZEN widerspricht. Auch möchte ich keine "geschlossene" Gemeinschaft gründen, sondern eine offene, bei der jeder und jede seinen Platz hat, den ihm / ihr zusteht und in ihr aufgehen kann. Dabei stehen wir alle im "normalen Leben" und haben damit Teil an dessen Unannehmlichkeiten und Sorgen.

Auch sollt meiner Meinung nach derZEN - Übende sich nicht aus dem Alltag zurückziehen, sondern diesen annehmen und mit ihm üben. Der Alltag kann auf dem Weg zur Erkenntnis eine sehr große Hilfe sein.

Das Üben auf dem Kissen ist nur ein Teil des Weges. Die auf dem Kissen erworbene Achtsamkeit und das Loslassen von allen Vorstellungen, Meinungen und Wissen wird im Alltag weiter geübt.

Carsten Koßwig, Zen-Lehrer bestätigt durch Kyo Un Roshi und Assistenz-Lehrer der Zen-Linie "Leere Wolke"